

keine zeit
fuer traenen
keine zeit
fuer wut
keine zeit
fuer schwaeche
keine zeit
fuer traurigkeit
keine zeit
auszuruhn
keine zeit
nachzudenken
keine zeit
fuer selbstmitleid
keine zeit
fuer die
vergangenheit
ich bin
im hier
und jetzt
keine zeit
mich umzudrehn
und vergangenem
hinterherzutrauern
ich bin
vorne
und gehe
nicht mehr zurueck
die uhr tickt
die zeit vergeht
keine zeit
zu vergeuden
mit
nichts
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zeitlos
richtung tot
und draussen faellt
der regen
auf die graeber
der erloesten seelen
der see
laeuft ueber
und in der luft
liegt der geruch
von frischem gras
die voegel ziehn
gen sueden
und lassen uns zurueck
mit der hoffnung
das sie zurueckkehren
zeitlos
richtung tot
und die welt
aendert sich
jeden tag
aufs neue
nur die menschen nicht
sie bleiben wie sie sind
unfaehig
zu lernen
unfaehig
zu spueren
unfaehig
zu aendern
unfaehig
zu verstehen
unfaehig
zu ueberleben
was man nicht versteht
kann man auch nicht aendern
zeitlos
richtung tot
und der wind
ist kaelter geworden
gnadenlos gegen jene
die sich nicht schuetzen koennen
die nimmt er mit
weht sie fort
zurueck bleibt
keine spur
nur der hauch
einer ahnung
zeitlos
richtung tot
die sonne scheint
und ihr licht
zaubert
tausend glaenzende
kristalle
auf die wasseroberflaeche
fische schnappen nach fliegen
bevor ihnen die angelschnur
zum verhaengnis wird
die baeume ragen fast nackt
aus den wiesen
und aeckern hervor
der boden ist voller laub
und bunter farben
zeitlos
richtung tot
immer gerade aus
kein blick zurueck
alte wege loesen sich auf
um neue zu bilden
viele kreuzungen
einfache und schwere
fast nicht begehbare
enden in einer sackgasse
zeitlos
richtung tot
und ich traeume
immerwieder
den gleichen traum
halte ihn fest
und lasse nicht los
zeitlos
richtung tot
geht es immer weiter
bis wir angekommen sind
wo wir hin
sollen
4.11.o9©s.H