Dienstag, 14. November 00
alles so unwirklich.....in
nebel eingehüllt
das gras unter meinen füßen ist voller tau...
stille...bis auf vereinzelte autos..die die hauptstrasse hinunterrasen...
es ist kalt...mein atem
bildet kleine weiße dampfwolken....
beobachte meinen hund...buddelt wie besessen..hat wohl ein mauseloch endeckt
kleine rosa körper...die augen fest zugekniffen -
höre das schmatzen....wende mich ab...
fressen & gefressen werden - das ist das gesetz der natur...
will nicht drüber
nachdenken..es berührt mich nicht...
nebel...so viel nebel...
schemenhaft erkenne ich die bäume...
kahle- schwarze bäume - mit ihren armähnlichen ästen
ragen aus dem nebel hervor....
alles so still.....vereinzeltes
knacken wenn ein tier durch das unterholz huscht
so friedlich..so unwirklich
der mond ist kaum noch
zu sehen..eine fahle, fast durchsichtige scheibe am grauen himmel
mein kopf ist so leer
mein herz total verwirrt
nein - will nicht denken
muß weiter..weiter in den nebel.....
meine haare sind nass
die kleidung durchgeweicht
aber das stört mich nicht..ich spüre es kaum
die welt wird langsam lebendig...
hunde bellen...
kann die kirchturm uhr hören..
wie durch einen schleier...weit weg & doch so nah
mein hund ist satt
ich spüre traurigkeit....
der nebel löst sich langsam auf & ich mache mich auf den heimweg.....
vorbei an den schönen
teuren häusern
mit ihren kleinen gepflegten vorgärten
menschen die mir den rücken zukehren
mir nicht in die augen sehen wollen/ können....
bella hat ihren stein im
maul....
scheint zufrieden
werde sie auf diät setzen !